Unsere Ruderjugend auf dem Altrhein.

Am vergangenen Freitag, den 17. Juni, hatten unsere Jugendleiter Tobias und Thomas ein besonderes Training mit unseren Jugendlichen vor: statt auf dem Main vor unserem Bootshaus zu rudern auf einem anderen Gewässer: dem Rhein. Ziel war einerseits ein Gewässer mit flachen Wasserstand kennen zu lernen und andererseits Rudern völlig ohne Schifffahrt. Das Gebiet beim RC Neptun Darmstadt bei Erfelden am Altrhein ist dazu ideal geeignet. Geplant war eine Anreise mit dem Fahrrad und der S-Bahn sowie Rudern in Gig- und in Kleinbooten.

Die Jungs beim Ablegen, v.l. Tobias, Vassili, Benjamin, Arthur und Thomas. Foto: PignedeLos ging's morgens um 9 Uhr mit dem Rad am Bootshaus auf dem Mainuferweg Richtung Frankfurt-Niederrad zur S-Bahn. Es sollte ein Start mit Ladehemmung werden, denn die Frage: „Hat jeder seine Maske dabei?“ wurde gleich zweimal mit "Nein" beantwortet. Also los zum nächsten Supermarkt um zwei Masken zu besorgen. Sechs Euro für zehn Masken schienen unseren Jugendlichen doch etwas teuer, also ließen sich die Jugendlichen Alternativen einfallen: auf dem Radweg zur S-Bahn-Station lag die Wohnung eines unserer vergesslichen Jugendlichen und so radelten wir dort vorbei. Strahlend kam er mit einer Handvoll Masken zum Preis von Null Euro zurück. Problem gelöst, für uns ein geringer Aufwand und herzlichen Dank an die spendablen Eltern. Weiter ging's in Etappen am Main entlang nach Niederrad zur S-Bahnhof. Eine weitere „Ladehemmung“: ein kurzer Umweg ließ uns die S-Bahn nach Riedstadt um 2 Minuten verpassen, also fast 30 Min. Warten auf die Nächste. Endlich klappt alles reibungslos: wir kamen zur angekündigten Zeit am Bootshaus des RC Neptun Darmstadt an und wurden von der Vorsitzenden des Clubs herzlich begrüßt. Gleich ging's in Gigbooten auf´s Wasser zu einer „Dschungelfahrt“ Richtung Stockstadt auf dem schmaler und flacher werdenden Altrhein. Hier konnten unsere Jugendlichen im Gig-Doppelvierer und im Gig-Zweier erleben (vgl. Bilder), was es heißt, nur „eine Handbreit Wasser unter dem Kiel“ zu haben und mit den Rudern ab und an im Sand zu „wühlen“. Aber wir umschiffen sämtliche Flachstellen. Ein „Meckerer“ wurde dann ans Steuer gesetzt, so dass er einmal selbst erleben konnte, dass Steuern nicht unbedingt langweilig ist, sondern sogar spannend sein kann, weil man auf alle möglichen Hindernisse, wie Baumstämme, Flachstellen, überhängende Sträucher und Bäume, Paddelboote etc. achten muss, um unfallfrei auf dem Altrhein zu manövrieren. Zur Mittagspause entschied man sich für einen Besuch einer Pizzeria und Kebabhaus in Erfelden, welches wirklich hervorragende Döner und türkische Gerichte hatte. Das schmeckte. Zur zweiten Einheit am Nachmittag ging's in die Kleinboote, ein Teil zum „Kenter-Training", die anderen wollten ein längeres Stück fußabwärts rudern. Das Wasser war spiegelglatt, alles klappte gut, sogar ein Trainer lies es nicht nehmen, hier selbst ins Skiff zu steigen, auch er hatte seine Freude am Rudern in einem schlanken Boot. Die Rückfahrt von Riedstadt-Erfelden war problemlos und sehr schnell, denn alle kannten die Strecke am Mainufer entlang nach Fechenheim sehr gut und zum Erstaunen der Trainer schaffte die Gruppe mit 25 km/h ein hohes Tempo auf dem Rad und dies auch ohne Fussgänger auf dem belebten Mainweg mitten in Frankfurt anzufahren. Kompliment an die Gruppe, die sich wirklich während des Ruderns und während der Radtour vorbildlich verhielt. Zur Belohnung gab´s an der Eisdiele in Fechenheim eine oder mehrere Eiskugeln. Kurz: Alle hatten viel Freude an der Fahrt zum Altrhein. Dr. Thomas WoznikFranka und Jasmin im Zweier, Foto: Pignede