Großartige AES-Ruderer in Berlin erfolgreich

Schüler der Albert-Einstein-Schule kämpfen beim Bundesfinale um Medaillenplatz
Zum ersten Mal in der Geschichte der Albert-Einstein-Schule qualifiziert sich eine Rudermannschaft für das Bundesfinale in Berlin. Der Sieg beim Landesentscheid Rudern im Rahmen des weltgrößten Schulsportwettbewerbs „Jugend trainiert für Olympia" im vergangenen Juni in Kassel sicherte fünf jungen Ruderern aus Maintal das begehrte Ticket nach Berlin, wo sie mit 534 Schülerinnen und Schülern in Vierern und Achtern um die Wette eiferten.

Über 4000 Jugendliche aus 16 Bundesländern kamen vom 22. bis 26.09.2013 zum 44. Herbstfinale in der Hauptstadt zusammen, um in insgesamt zehn Sportarten gegeneinander anzutreten. Zum ersten Mal fanden parallel zu den „Jugend trainiert für Olympia"-Wettkämpfen auch die „Jugend trainiert für Paralympics"-Entscheide statt, die den diesjährigen Wettbewerb zu der bislang umfangreichsten Bundesfinalveranstaltung machten. Und mittendrin befanden sich die fünf Ruderer der Albert-Einstein-Schule, Nils Böhmer, Florian Borgstedt, Yannick Burg, Lukas Frank und Steuermann Simon Hoim, die sich überraschend für das Bundesfinale qualifiziert hatten und gemeinsam mit Trainerin Isabel Minuth vom Frankfurter Ruder-Club Fechenheim und Schulsportleiterin Claire Lambrecht nach Berlin gereist waren. Die Schüler sind vor einigen Jahren über den Wahlunterricht Rudern, den das Gymnasium in Kooperation mit dem Ruderclub Fechenheim anbietet, zum Rudersport gekommen und betreiben diesen mittlerweile engagiert und erfolgreich auf Vereins- und Wettkampfebene.
Die Ruderwettbewerbe fanden auf der traditionsreichen Regattastrecke in Berlin-Grünau, der ältesten Sportstätte Berlins, statt, die auch schon Austragungsort der Ruder- und Kanuwettbewerbe der Olympischen Spiele 1936 gewesen waren. Beeindruckt von der geschichtsträchtigen Kulisse, den vielen Sportlerinnen und Sportlern aus ganz Deutschland und der außergewöhnlichen Atmosphäre, die keinen Zweifel daran ließen, dass dieser Wettkampf ein ganz besonderes Ereignis ist, gingen die jungen Ruderer am ersten Wettkampftag im Doppelvierer mit Steuermann in der Altersklasse WK III (Jahrgänge 1999-2001) an den Start, um sich mit 14 weiteren Mannschaften aus der gesamten Republik zu messen. Schon früh zeichnete sich ab, dass die Hessen die Nase in diesem Rennen vorn haben würden, und so konnten sie ihren Vorlauf mit deutlichem Abstand zum zweiten Boot für sich entscheiden. Am darauffolgenden Tag fand das Halbfinale statt, auch dieses Mal gingen die Maintaler siegreich aus ihrem Rennen hervor und qualifizierten sich damit mit der insgesamt drittbesten Zeit für das A-Finale. Von einem solch unerwarteten Erfolg überrascht, wuchsen plötzlich die Erwartungen und Hoffnungen der Ruderer, ihrer Betreuer und der angereisten Eltern. Vielleicht war am Ende ja sogar ein Treppchenplatz für die Underdogs drin? Das wäre vielleicht eine Sensation! Doch zunächst galt es, ein letztes Mal und möglichst schnell die 1000 m auf dem Wasser zu bewältigen. Die Einsteiner waren wieder flott unterwegs, aber leider konnten sie ihre Zeit aus dem Halbfinale nicht unterbieten, dafür steckte ihnen der erst vor zwei Stunden stattgefundene erste Lauf des Tages noch in den Knochen, und leider waren vier andere Boote schneller als sie, so dass sie in der Gesamtplatzierung schließlich auf den fünften Rang kamen. Die ersten vier Plätze belegten in dieser Wettkampf – und Bootsklasse die Flatow-Schule Berlin, die Sportschule Potsdam, das Wilhelm-Gymnasium Hamburg sowie die Klaus-Horms-Schule Kappeln.
Dennoch waren sich alle, die in diesen Tagen mit den Einsteinjungs mitgefiebert hatten, einig, dass der Doppelvierer mit St. der Albert-Einstein-Schule bei diesem Wettbewerb eine großartige Leistung gezeigt hat und wirklich stolz auf seinen Erfolg sein kann. Und so fuhren die Maintaler nach einer fulminanten Abschlussveranstaltung mit Siegerehrung, Showeinlagen und Diskoparty in der Max-Schmeling-Halle, an der über 4.500 Sportlerinnen und Sportler mit ihren Betreuern sowie zahlreiche Prominente aus Wirtschaft, Politik und Sport teilnahmen, am vergangenen Donnerstag überglücklich wieder in die hessische Heimat zurück. Claire Lambrecht