Großes Sommerfest mit Bootstaufen und Ehrungen

Krebspatienten rudern künftig im Achter
Am vergangenen Samstag, 24. August 2013, feierten wir traditionsgemäß unser Sommerfest. 110 Mitglieder hatten sich angesagt – noch einige mehr waren gekommen. Den offiziellen Part dieses Nachmittags bildeten zwei Bootstaufen und die Ehrung langjähriger Mitglieder.

Ganz besondere Aufmerksamkeit kam der Taufe eines Gig-Doppelachters zu, der zu zwei Dritteln von einem Frankfurter Ehepaar für die Krebssportgruppe des Vereins und seine Mitglieder gestiftet worden war. Die Finanzierung des Restbetrags übernahmen Spender aus den Reihen des Vereins.
Der Hintergrund hierzu: im Jahr 2010 wurde bei uns eine von der Stiftung Leben mit Krebs in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus Nordwest initiierte Trainingsgruppe für Patienten eingerichtet, die einmal wöchentlich unter der Anleitung eines erfahrenen Trainers, Michael Schmidt, an den Rudersport herangeführt wird. Neben dem Wassertraining werden wetterabhängig Ergometerfahren und Gymnastik angeboten.

Die Ehrengäste des Sommerfestes, Frau Prof. Dr. Elke Jäger, Chefärztin für Hämatologie und Onkologie am Krankenhaus Nordwest und Mitglied im Vorstand der Stiftung Leben mit Krebs und Herr Klaus Schrott, Vorsitzender des Vorstands der Stiftung Leben mit Krebs, tauften dieses neue Flaggschiff des Vereins auf den Namen „Memel". In ihren Reden machten beide deutlich, wie wichtig Sport für Krebspatienten ist. Er verbessert die Lebensqualität, unterstützt den Behandlungserfolg und reduziert die körperlichen und psychischen Belastungen.

Den anwesenden Krebssportlern wurde große Anerkennung dafür ausgesprochen, wie sie ihr Schicksal annehmen und nicht daran verzweifeln, sondern voller Energie und mit viel persönlichem Einsatz dagegen ankämpfen. Tränen in den Augen standen vielen, als die Vereinsvorsitzende, Claudia Prasser, eine Betroffene zitierte: „Wir rudern gegen den Krebs. Wir rudern für uns. Für andere. Für das Leben."

Im zweiten Taufakt wurde ein neuer Renn-Vierer für den Rudernachwuchs des FRCF auf den Namen „Wellenreiter" getauft. Patin war Isabel Minuth, die diese Gruppe sehr engagiert und erfolgreich in Unterstützung durch ihre beiden jungen Kollegen, Louis Lück und Emil Wudtke, trainiert. Die Mannschaft des „Wellenreiters" hatte sich bereits zuvor für das Finale von „Jugend trainiert für Olympia" Ende September in Berlin qualifiziert.

Den Abschluss – aber längst nicht das Ende – der Veranstaltung bildete die Ehrung von 15 langjährigen Mitgliedern, die dem Verein nicht nur die Treue gehalten, sondern sich auch umfangreich für ihn engagiert haben – sei es im Bereich Training, Wanderfahrten, der erfolgreichen Teilnahme an Regatten, der Institutionalisierung des inzwischen Deutschland weit bekannten „E-Cup Rhein-Main" u.v.m.  Bei dieser Vielfalt von Tätigkeitsfeldern wird deutlich, dass im FRCF jedes Talent seinen Platz findet.